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Geldspritze soll Markt für E-Autos aufpäppeln

Der Kauf von E-Autos wird nach zwei Jahren Pause wieder gefördert. Die Zuschüsse von maximal 6.000 Euro können ab Mai beantragt werden.

Der Bund will mit Zuschüssen den Absatz von E-Autos wieder in Schwung bringen. Für die Neuauflage stehen insgesamt drei Milliarden Euro bereit. (Foto: VW)

Der Bund will mit Zuschüssen den Absatz von E-Autos wieder in Schwung bringen. Für die Neuauflage stehen insgesamt drei Milliarden Euro bereit. (Foto: VW)

Ein E-Auto zu fahren, kann heute schon preiswerter sein als der Unterhalt eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Wenn da nicht die hohen Anschaffungskosten wären. Das Zaubermittel, um Märkte in Schwung zu bringen, sind Subventionen, gerne auch Förderung genannt. Weil E-Autos sich schleppend verkaufen, gewährt der Bund jetzt wieder Fördermittel.

 

Weniger Einkommen, mehr Förderung 
Der Kauf oder das Leasing von Elektroautos werden mit einem Zuschuss zwischen 1.500 Euro und maximal 6.000 Euro bezuschusst. Zuschussfähig sind auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender, sofern sie bestimmte Klimaschutz-Anforderungen erfüllen. Wer wieviel Zuschuss bekommt, klingt erst einmal etwas kompliziert: Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro können eine Förderung von 3.000 Euro für ein batterieelektrisches E-Auto oder 1.500 Euro für ein Hybridfahrzeug beantragen. Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro, erhöht sich der jeweilige Förderbetrag um 1.000 Euro. Bei einem Einkommen unter 45.000 Euro kommen nochmals 1.000 Euro hinzu. In letzterem Fall wären das 5.000 Euro für ein Batterie-E-Auto. Für Familien mit Kindern kommen noch einmal 500 Euro pro Kind obendrauf, für maximal zwei Kinder. So errechnet sich die mögliche Höchstsumme der Förderung: 6.000 Euro. Auch wenn die Antragstellung erst ab Mai möglich sind, soll die Regelung rückwirkend ab 1. Januar dieses Jahres gelten.

 

Drei Milliarden im Topf
Branchenverbände loben die soziale Staffelung der Förderbeträge und dass es sie überhaupt gibt. Der Kauf von E-Autos war als sogenannter Umweltbonus schon von 2016 bis 2023 subventioniert worden. Eigentlich sollte die Förderung weiterlaufen, doch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zwang die Bundesregierung zu Sparmaßnahmen, so dass sie im Dezember 2023 nahezu von heute auf morgen den Geldhahn zudrehte. Für die Neuauflage stehen insgesamt drei Milliarden Euro bereit; die Bundesregierung geht davon aus, dass das Geld für die nächsten drei bis vier Jahre und für bis zu 800.000 Neuwagen reicht.

 

Der Kauf von Gebraucht- oder Jahreswagen wird nicht bezuschusst, auch wenn beispielsweise der Verband der Automobilindustrie (VDA) dieses Signal aus umweltpolitischen und sozialen Gründen begrüßt hätte. Auf diese Weise hätten auch Haushalte Zugang zur E-Mobilität bekommen, die sich keinen Neuwagen leisten können, so der Verband.